Geschichte
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Anfänge der deutschsprachigen Gemeinde Barcelona
Neben älteren Zeugnissen für eine Kolonie deutscher Sprache in Barcelona (im 15. Jahrhundert) geht die heutige Gemeinde auf das Jahr 1922 zurück. Eine Gruppe von in Barcelona lebenden Deutschen kam mit Hilfe des Jesuiten P. Karl Bönniger zu regelmäβigen Sonntagsgottesdienste zusammen.
Am 05. Oktober 1918 erfolgte in Deutschland auf Anregung des damaligen Erzbischofs von Köln die Gründung des „Reichsverbandes für die katholischen Auslandsdeutschen". Durch eine jährliche Kollekte in ganz Deutschland wurde eine finanzielle Basis für die Entsendung deutscher Geistlicher in die Auslandsgemeinden geschaffen, eine organisatorische Zusammenfassung aller Bemühungen erreicht und so die Einzelunternehmungen auf dem Gebiet der kirchlichen Betreuung in fremder Umgebung weitergeführt.
Heute ist das Katholische Auslandssekretariat der Deutschen Bischofskonferenz in Bonn die für die Auslandsgemeinden zuständige Dienststelle.
In Barcelona unternahmen 1922 Mitglieder des Katholischen Kaufmannsvereins Hansa die Initiative Seelsorge für Deutschsprachige im Ausland zu ermöglichen.
Consell de Cent 239, Hijas de Maria (Töchter Mariens)
Durch Vermittlung von P.Hupfeld SJ entsandte der Provinzial der Jesuiten P.Karl Bönniger SJ (1922-26) um die Seelsorge in Barcelona zu übernehmen. In der Kirche des Schwesternkonvents Hijas de Maria Inmaculada del Servicio Domestico, Consejo de Ciento, 393, fand am 10.Dezember 1922 der erste Gottesdienst statt. Dieser Tag gilt als Gründungstag der Deutschsprachigen Katholischen Gemeinde Barcelona.
Die Seelsorge für Deutschsprachige wurde erst möglich durch das Wohlwollen des Jesuitenordens, der den ersten Gemeindepriester stellte und auch sonst bereit war zu helfen, wo immer es möglich war und durch den unermüdlichen Einsatz und die Begeisterung einiger weniger Personen, die mit dem Elan der Gründer ihre Landsleute mitzureissen verstanden. P. Karl Maria Bönniger SJ kehrte am 04.Juli 1925 in die Heimat zurück, wo er bereits 1926 von Gott heimgerufen wurde.
Laforja 86
Am 13.Mai 1926 fand wieder der erste Gottesdienst mit dem Kaplan Heinrich Tremanns (1926-36) statt. Kaplan Tremanns nennt sich Rektor, wie die Pfarrer der hiesigen Pfarreien genannt werden. Die Gottesdienste in deutscher Sprache, gefeiert in gemieteten Kapellen, werden zu einem Stück Heimat in der Fremde. Durch die Errichtung des „Theresienheimes“, einer Wohnstätte für alleinstehende deutsche Mädchen, das durch die „Schwestern von Unserer Lieben Frau“ aus dem Mutterhaus Mühlhausen bei Krefeld, geleitet wurde, erfährt auch das gesellschaftliche Leben eine grosse Bereicherung. Hierher werden auch die Gemeinderäume verlegt. Das Haus lag in der C.Laforja, 86.
Mit dem Beginn des Bürgerkrieges im Juli 1936 wurden die Aktivitäten der jungen Gemeinde jäh beendet. Der Seelsorger Rektor Heinrich Tremanns kehrte nach Deutschland zurück
Am 7. Oktober 1939 lud P. Hans Gumbel SJ zum ersten Gottesdienst nach dem Bürgerkrieg in die Kapelle in Laforja ein.
Avenir 39, Damas Negras
Ab dem 23. November 1941 feierte der Rektor Josef Maria Boos (1941-55) den Gottesdienst mit der Gemeinde in der Klosterkirche der Damas Negras in der Avenir 39. Die materiellen Grundlagen für die Auslandsseelsorge in Barcelona waren durch den zustänigen Erzbischof von Köln, der für die Auslandsgemeinden Verantwortung trug, geklärt worden und ermöglichte künftig eine regelmäßige Entsendung eines Priesters aus Deutschland.
Avenir 14
Im Jahre 1954 wurden ganz in der Nähe des Klosters der Damas Negras (gegenüber) Räumlichkeiten in der Avenir 14 angemietet, in denen die Veranstaltungen der Gemeinde stattfinden konnten. Am 16. April 1959 konnte das Haus in der Amtszeit von Rektor Josef Maria Huber (1955-61) durch den Albert-Büttner-Verein aus Bonn, der die Verantwortung für die Immobilien der Auslandsgemeinden hat, angekauft werden. Nach der Übernahme des Hauses in der Avenir wurde 1960 unter Pfarrer Huber eine Kirche nach den Plänen des Architekten Bernhard Weber, Frankfurt erbaut, die ihre Weihe durch den Bischof von Barcelona Gregorio Modrego Causas am 1. November 1960 erhielt. Die Planungen sahen vor, dass über der Kirche später ein kleines Altenheim erbaut würde.
Pfarrer Josef Aiginger (1962-1991) stattete die Kirche mit künstlerisch gestalteten Glasfenstern, Tabernakel, Taufbrunnen, Osterleuchter, Ambo und einer zweimanualigen Orgel aus. Er erbaute 1975 ein Ferienhaus in Joanetes in den Ausläufern der Pyrinäen, das für Kinder-, Jugend- und Erwachsenenfreizeiten genutzt werden konnte.
In der Dienstzeit des Pastoralreferenten Thomas Faas (1997-2006) wurde ein Neubau bestehend aus Kirche, Gemeinderäumen, Wohnungen, Büro und einer Tiefgarage auf dem Grundstück der Avenir geplant. Der plötzliche Verkauf des Hauses durch den Albert-Büttner-Verein am 13.6.2006 beendete dieses hoffnungsvolle Projekt.
Copernico 58, Monjas alemanas
Nach dem Verkauf der Hauses in der Avenir siedelte die Gemeinde in das Haus der Schwestern der Congregacion de Jesús in der Copernico über. Zum Zeitpunkt des Verkaufs am 13.6.2006 durch den Albert-Büttner-Verein war noch ungeklärt, wo künftig Gottesdienste und Gemeindeveranstaltungen stattfinden können. Pfarrer Karl Heinz Schommer (2006-2011) und der Kirchenrat haben in den wenigen verbleibenden Monaten Kontakt zu 27 Kirchen und Klöstern aufgenommen, um die Raumfrage zu lösen. Die Gemeinschaft der Schwestern in der Copernico 58 hat uns die Möglichkeit gegeben, ihre Räume vorübergehend zu nutzen. Dies sind die kleine Kirche mit Platz für bis zu 200 Personen (150 Sitzplätze), eine kleine eigene Sakristei, Speisesaal mit Spülküche, Musiksaal und einem weiteren Saal.
Die Schwestern, die in Barcelona Monjas alemanas genannt werden, haben eine besondere Nähe zur Deutschsprachigen Gemeinde, da ihre Gründung in den 1940er Jahren von Bayern ausgegangen ist. Englische Fräulein haben damals mit den Schwestern, die zum Teil aus dem Buchenland (heute Bukowina, Rumänien) kamen , den Konvent und die Schule gegründet.
In einer Prozession mit der Eucharistie, dem Evangeliar und den Reliquien des Gemeindepatrons St. Albertus Magnus zog die Gemeinde am 24. Februar 2007 zum neuen Ort und wurde von der Oberin Madre Letizia Larea CJ herzlich begrüßt.
Unsere Gottesdienstzeiten
Sonntag 10.30 Uhr
Aktuelles
Exerzitien im Alltag
In der Fastenzeit bieten wir Exerzitien im Alltag an. Interessierte treffen sich wöchentlich in einer Gruppe, tauschen sich zu Themen des geistlichen Lebens aus und bekommen Impulse für ihr persönliches Gebet. Die Treffen finden mittwochs um 21:00 Uhr in der Kirche (C/ Copérnico 59) statt. Wir bitten um rechtzeitige Anmeldung im Pfarrbüro.
Kollekte Manos Unidas
In der Messe am Sonntag, 12. Februar ist die Kollekte für Manos Unidas bestimmt. Wir bitten um Ihre großzügige Spende. Manos Unidas hat ein Gesundheitsprogramm für zwei Dörfer in Äthiopien ins Leben gerufen. Für die Bevölkerung wird auch ein Krankenhaus gebaut. In Sierra Leone entsteht eine Schule für Kriegsflüchtlinge und in 20 indischen Dörfern werden Schulprojekte betreut. Mehr Information unter: http://www.mansunides.org
Liszt-Konzert
Am Montag, 13. Februar um 19:00 Uhr organisieren die Maria Ward-Schwestern in unserer Kirche (C/ Copérnico 59) ein Konzert mit religiöser Musik von Franz Liszt. Vor Konzertbeginn gibt Fra Agustí Boadas eine Einführung in der Kapelle der Schule Bienaventurada Virgen María (C/ Copérnico 55).
Pfarrbrief
Der neue Advents- und Weihnachts-Pfarrbrief für die Monate Dezember bis Februar kann hier heruntergeladen werden. Viel Freude beim Lesen!
Deutschsprachige Katholische Gemeinde St.Albertus Magnus Barcelona
