Partnerprojekt Cristo vive

"Das Geheimnis ist immer die Liebe"

Genau 6.000 € sind das Ergebnis der Aktion für das Frauen- und Waisenhaus "Sonqo Wasi" in Peru. Das Benefizessen der Firmlinge am Fronleichnamsfest 10. Juni 2012 hat angesteckt und begeistert, so dass noch viele weitere Einzelspender den Betrag der Firmaktion und der Kommunionkinder aufgestockt haben.
In der Gemeindemesse am Sonntag danach, 17. Juni 2012, konnten wir der Ordensschwester das Geld bei der Gabenbereitung überreichen. Sr. Karoline hat auf ihrer Rückreise von Deutschland nach Chile einen Zwischenstop in Barcelona eingelegt. In der Predigt berichtete sie von ihrer Arbeit in Chile, Bolivien und Peru und gab ein begeisterndes Zeugnis, was Liebe vermag.
Übrigens: Im Pfarrbüro sind noch ein paar Ausgaben des bereits vergriffenen Buches von und über Sr. Karoline zu erwerben ("Das Geheimnis ist immer die Liebe" Verlag Herder, Freiburg; "El secreto siempre es el amor" Verlag plataforma, Barcelona). Der Erlös kommt in vollem Umfang den Projekten der Fundación Cristo vive zu Gute.

Schwester Karoline Mayer in ihrer Basisgemeinde Cristo vive

„Cristo vive" ist eine Stiftung, die in verschiedenen Städten Chiles arbeitet. Ziel von „Cristo vive" ist es, der Gesellschaft zu zeigen, dass Jesus Christus auch heute lebendig ist: im Teilen des Brotes, im Einsatz für die Würde der an den Rand gedrängten Menschen, in der Erziehung von Kindern und Jugendlichen, im Betreuen von Kranken und Mittellosen, in der Ausbildung und Förderung von Frauen, im Fördern von Kunst und Kultur, im Annehmen, Lieben und Dienen der Benachteiligen der Gesellschaft. „Cristo vive" baut Brücken des Vestehens und der Solidarität zwischen den gesellschaftlichen Klassen Chiles; so will diese Fundación eine authentische und ganzheitliches Befreiung der Menschen und der Gesellschaft erreichen. Das geschieht in einer breit gefächerten Arbeit. Hier eine kleine Auswahl: Poblacion Villa Mercedes:
 
 

  • Kindertagesstätte,
  • Poliklinik mit medizinischer und zahnärztlicher Betreuung,
  • Sozialstation Basisgemeinde „Cristo vive" in Quinta bella (Santiago de Chile)
  • Jugendkulturzentrum,
  • Strassenkinderarbeit,
  • Rechtsberatung für mittellose Familien,
  • Arbeit mit Drogenabhängigen,
  • Ausbildung von Katecheten und Jugendleitern,
  • Wohnheim für 7-9 mittellose alte Menschen
  • Komitee der Solidarität

 
Politiker und Unternehmer engagieren sich solidarisch im Kampf gegen die strukturelle Armut Jesus Christus, so die Mitarbeiter von Cristo vive im Weihnachtsbrief, die aufgehende Sonne der Gerechtigkeit soll in unser Leben hineinstrahlen und es erleuchten.
 
Wir wollen die Fundación „Cristo vive" in den nächsten Jahren als Eine-Welt-Projekt der Gemeinde St. Albertus Magnus, Barcelona finanziell unterstützen. Deshalb laden wir alle Gemeindemitglieder ein, vom Überfluss, der uns zur Verfügung steht, etwas abzugegeben zugunsten von „Cristo vive" und dieser wichtigen Arbeit.

Das Haus „Sonqo Wasi“ für misshandelte Frauen

Das Haus steht neben einer Kapelle auf einem Grundstück, das Franziskanern gehört, die es der Fundación für 20 Jahre übergeben haben. Es fielen also keine Kosten für den Erwerb eines Grundstückes an. Das Haus liegt oberhalb von Cusco auf der Höhe, so dass man von da aus einen sehr schönen Blick auf die Stadt hat. Im Moment leben 12 Frauen mit 16 Kindern dort; wenn noch mehr Stockwerkbetten angeschafft sind, kann die Zahl der Frauen, je nachdem wieviele Kinder sie mitbringen, auf etwa 20 steigen.
Die Frauen leben etwa 4 – 6 Monate in dem Haus. Es geht nicht nur darum, sie der häuslichen Gewalt, der sie ausgesetzt waren, zu entziehen und ihnen und ihren Kindern eine sichere und schöne Unterkunft zu bieten. Sie werden darüber hinaus juristisch unterstützt und psychologisch betreut. Und vor allem hilft die Fundación, ihnen eine neue Lebensperspektive zu eröffnen, um ihnen und ihren Kindern eine sichere Zukunft zu gewährleisten.
Ein großes Anliegen ist auch die Betreuung der Kinder. Sie gehen in die benachbarte Schule. Im Haus steht ihnen ein grosser Raum zur Verfügung, darin Tische, um Hausaufgaben zu machen, viele verschiedene Spiele, Kostüme, um sich zu verkleiden, eine Wand für Puppentheater, eine Leseecke. Bei den Kindern arbeitet ein junger Erzieher. Das ist etwas Besonderes, weil dies in der Regel ein weiblicher Beruf ist. Er erzählte uns, dass es in ganz Peru angeblich nur fünf männliche Erzieher gibt, und es ist ein Glück, dass einer von den wenigen hier arbeitet. Denn für die Kinder ist es sehr wichtig, dass sie nach den brutalen Erfahrungen mit ihren Vätern ein positives Bild eines „Ersatzvaters” bekommen, der sich ihnen ebenso liebevoll zuwendet wie ihre Mütter.
Nur ein kleiner Teil der von der Fundación betreuten Frauen kann in dem Haus leben. Die beiden angestellten Rechtsanwältinnen und die beiden Psychologinnen betreuen ambulant etwa 300 Frauen.
Finanziert wurde der Bau von “Niños de la Tierra” aus Luxemburg, von der Comunidad Madrid (eine Stiftung der Stadt Madrid) und von Cristo Vive Europa.
Natürlich gibt es Pläne für die Zukunft. Zunächst wird ein Gemüsegarten angelegt für den Eigenbedarf und zum Verkauf. Auch ein Erweiterungsbau ist vorgesehen. Vier weitere Schlafzimmer mit dazugehörigen Bädern sollen die Aufnahme von insgesamt etwa 25 Frauen ermöglichen. Zwei Räume für Gruppentherapie sind geplant; diese Räume sollen auch Gemeinschaftsaktivitäten mit der Gemeinde dienen, denn das Ziel ist, das Frauenhaus in die Gemeinde zu integrieren. Vier Büros sollen der Einzelbetreuung dienen, vor allem auch im ambulanten Bereich. Die Pläne für diesen Erweiterungsbau sind im Wesentlichen fertig. Die Finanzierung eines grossen Teils ist von den Nitis aus Luxemburg zugesagt, aber es bleibt auch für Cristo Vive Europa noch viel zu tun.
Dorothea Klette

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