Der Andere Dienst

 

Als Freiwillige/r in der Gemeinde – Matthias Brigl stellt sich vor

Ein herzlich Servus und Hallo,

 

Mein Name ist Matthias Brigl, ich komme aus der schönen Goldschlägerstadt Schwabach in Franken und bin seit dem ersten September der neue Freiwillige der Gemeinde St. Albertus Magnus in Barcelona.  Ich bin 18 Jahre alt, habe drei Geschwister und in diesem Sommer mein Abitur erfolgreich bestanden. Mir war klar, dass ich nach der Schule noch nicht gleich studieren will, also machte ich mich auf die Suche nach einer Freiwilligenstelle. Über meine Eltern, die Ottmar schon seit dem Studium kennen, entstand der Kontakt hier her nach Barcelona. Und nun bin ich hier und freu mich auf das kommende Jahr.

 

In meiner Freizeit mache ich sehr gerne Sport und treffe mich mit Freunden. Ich spiele seit langem Fußball und Volleyball, bin aber auch für fast alle anderen Sportarten zu haben. Im Fußball bin ich schon lange Anhänger des 1. FC Nürnberg, also ein sogenannter Clubberer, bin aber auch großer Fan des FC Barcelona und freue mich schon, einmal ein Spiel live im Camp Nou zu sehen.


Abseits des Sportes ist die Musik einer der wichtigsten Bestandteile meines Lebens. Ich spiele mit großer Begeisterung seit 13 Jahren Klavier, singe gern und spiele zudem noch Gitarre und Cajon. In meiner Heimatpfarrei St. Sebald konnte ich dies gut in das Gemeindeleben einbringen, indem ich mit verschiedenen Musikgruppen oder dem Jugendchor Familiengottesdienste oder große Kirchenfeste mitgestaltete. Über das musikalische Engagement hinaus bin ich seit der dritten Klasse Ministrant, leitete die letzen drei Jahre zusammen mit einer Freundin eine Ministrantengruppe und war Mitglied in der Pfarrjugendleitung.

Auf die Stadt Barcelona, die Sehenswürdigkeiten, die Menschen und deren Mentalität, interessante Begegnungen, neue Erfahrungen und Freundschaften, Erinnerungen und Eindrücke, und euch alle kennenlernen und ins Gespräch kommen zu dürfen -  darauf freue ich mich jetzt riesig! In diesem Sinne: Bis Bald und „hasta pronto!“

Euer Matthias

Verabschiedung von Sharon und Johannes

Liebe Gemeinde,

 

„man geht immer mit einem weinenden und mit einem lachenden Auge“ - nichts kann den Abschied von einem geliebten Ort voller guter Erinnerungen besser beschreiben als dieser Spruch. Die Sache mit dem lachenden Auge lässt sich schnell erklären: Natürlich freue ich mich nach einem Jahr im Ausland darauf, meine Familie und meine Freunde wiederzusehen und wieder das erste Mal in die Stammeisdiele in der Heimat zu gehen oder einen sonnigen Nachmittag am schönen Rhein zu verbringen. Außerdem blicke ich voller Neugierde auf den neuen Lebensabschnitt, der auf mich wartet. Die Sache mit dem weinenden Auge bedarf da schon ein bisschen mehr Erklärung: In Eurer Gemeinde habe ich mich vom ersten Moment an sehr wohl gefühlt. Danke, dass Ihr mich so offen und herzlich aufgenommen habt! Wenn ich an mein Jahr zurückdenke, denke ich besonders gerne an die vielen guten Gespräche, die wir miteinander hatten. Es war mir eine große Freude, Euch beim Kirchencafé, bei Gemeindeausflügen oder auch im täglichen Gemeindeleben näher kennenlernen zu dürfen und Barcelona jetzt mit vielen neuen Freunden und als Mitglied Eurer Gemeinde verlassen zu können. Also, hasta muy pronto und auf die tolle Zeit, die wir miteinander hatten!

 

Eure Sharon

 

 

Ich kann es immer noch nicht glauben, wie schnell die Zeit vergangen ist. Mir kommt es vor, als hätte ich erst gestern meinen Freiwilligendienst begonnen. Doch es ist schon fast ein ganzes Jahr her, dass ich bei Euch bzw. in der Gemeinde St. Albertus Magnus meinen Dienst angetreten habe. Rückblickend möchte ich mich einfach ganz herzlich für die grandiose Zeit in Barcelona bedanken. Danke an das gesamte Team im Pfarrbüro, das immer ein offenes Ohr hatte und mich bei jeder Tätigkeit unterstützt hat. Ein riesengroßes Dankeschön an euch liebe Gemeindemitglieder, die ihr mir so schöne Erfahrungen ermöglicht habt. Angefangen von interessanten Gesprächen im sonntäglichen Kirchencafé über super lustige Familien- und Jugendfreizeiten in Joanetes bis hin zu Freikarten für BarçaSpiele im Camp Nou. Und noch so vieles mehr, dass, wenn ich alles auflisten würde, dieser komplette Pfarrbrief nur aus meinem Verabschiedungstext bestehen würde… Y muchíssimas Gracias a Lourdes, te hecho de menos! Last but not Least: Danke Ottmar für die wirklich gute gemeinsame Zeit! Die nächste Station in meinem Leben heißt nun Freising bzw. Weihenstephan. Dort werde ich Agrarwissenschaften studieren. Ich bin sehr gespannt und freue mich auch auf diesen Lebensabschnitt. Und ich freue mich bereits jetzt auf meinen nächsten Besuch in Barcelona! Insbesondere das bayerische Wetter lässt sehr zu wünschen übrig und einen Strand hat Bayern leider auch nicht... Liebe Grüße, 

 

Euer Johannes

Freiwillige von Auslandsgemeinden in Barcelona 2017

 

Streetlife und Mylife

Freiwilligen-Treffen der deutschsprachigen Gemeinden Europas

 

Jedes Jahr, in den ersten Wochen des neuen Jahres, lädt das Katholische Auslandssekretariat der Deutschen Bischofskonferenz die Freiwilligen der deutschen Gemeinden in Europa zu einem Seminar nach Barcelona ein. So trafen sich vom 11. bis zum 15. Januar Helené und Berenice aus London, Johannes aus Paris, Maria aus Madrid, Ludwig aus Brüssel und Sharon und ich aus Barcelona im Casa Sant Felip Neri. Ausserdem waren Niklas (ehemaliger Freiwilliger in Madrid und jetzt Student in Barcelona) und Marius (Praktikant in Barcelona) mit dabei. Das Auslandssekretariat der deutschen Bischofskonferenz wurde durch Frau Andrea Kreuter vertreten, die für die Betreuung der Freiwilligen zuständig ist. Organisiert und geleitet hat das Treffen Pfarrer Ottmar Breitenhuber mit seiner Schwägerin Agnes Breitenhuber aus Eichstätt.

 

Die Freiwilligen aus den verschiedenen europäischen Metropolen sind in unserer Gemeinde mit einer typisch spanischen „Pica Pica“ empfangen worden. Nach der Begrüßung und einer kurzen Einführung wurde dann der Abend mit einem Besuch auf den legendären Bunkern abgerundet, von wo  man mit eine der schönsten Aussichten auf unser faszinierendes Barcelona hat.

 

Der erste Workshop stand unter dem Thema „Was erwartet mich“. In einem an uns selber adressierten Brief beschrieben wir die Erwartungen und Hoffnungen, die wir am Tag vor dem Antritt unseres Auslandsjahres hatten. Nach einer kurzen Pause haben wir uns dann gegenseitig unsere Einsatzstellen und Aufgaben vorgestellt. Frisch gestärkt vom Mittagessen haben uns Agnes und Ottmar durch das Zentrum Barcelonas geführt (von den Ramblas über das Barrio Gótico hin zur Kirche Santa Maria del Mar bis hinunter zum Meer). Um 19 Uhr bekamen wir dann von dem ehemaligen Obdachlosen Juan eine etwas andere Stadtführung. „Streetlife“ war das Thema, in dem auch das Drogenproblem in den Gassen des Raval-Stadtviertels betrachtet wurde. Abgeschlossen wurde die Führung mit einem Tapas im Chiringuito de Dios.


Den nächsten Morgen begannen wir mit einer Zen-Meditation, die bei den Teilnehmern auf äußerst positive Resonanz stieß, auch wenn wir dafür schon um 8 Uhr aufstehen mussten. Die Frage, mit der wir uns am Freitagvormittag beschäftigten, war „Wie geht es mir als BuFDi (Bundes-Freiwilligen-Dienstler) an meiner Stelle?“. In einer Traumreise haben wir uns drei Situationen in Erinnerung gerufen, in denen wir entweder freudig, genervt oder frustriert waren. Fiktive Fotos dieser Situationen haben wir uns dann gegenseitig vorgestellt. Nach dem Mittagessen und der wohlverdienten Siesta bekamen wir von Ottmar eine fachkundige Führung in der Sagrada Familia, die auf uns einen bleibenden Eindruck hinterließ. Letzter Programmpunkt des Tages war die Besichtigung der Flüchtlingseinrichtung „Migra Studium“ der Jesuiten.

 

Am letzten Seminartag befassten wir uns mit dem Thema „Wohin führt mich meine Zukunft?“. Dazu sind wir auf den Montjuic gewandert und haben in Zweiergesprächen unsere Ziele und Vorhaben für die Zeit nach dem Freiwilligendienst miteinander ausgetauscht. Johannes aus Paris musste uns leider am Mittag schon verlassen, weil am nächsten Tag sein Chef, Pfarrer Wolfgang Sedlmeier, von der Gemeinde verabschiedet wurde. Der Nachmittag war frei. Und bevor wir uns am Abend die äußerst leckere Paella von Lourdes schmecken ließen, schlossen wir das Seminar mit einer Reflexionsrunde ab.

 

Offiziell beendet wurde das Seminar mit dem Gottesdienst am Sonntag in unserer Pfarrei. Nach dem Kirchenkaffee machten sich dann die Teilnehmer mit vielen tollen Begegnungen und Erfahrungen im Gepäck auf den Weg zurück in ihre Einsatzstellen.

 

Freiwillige von Auslandsgemeinden in Barcelona 2016

WhatsApp ist out – Briefe sind wieder in

 

Zurzeit sind, ganz altmodisch, Briefe per Post unterwegs zu jugendlichen Freiwilligen in Madrid, London, Brüssel, Paris und Barcelona. Wir AdiAler (Anderer Dienst im Ausland) haben sie uns selbst geschrieben, was doch etwas ungewöhnlich erscheinen mag. Der Inhalt dieser Briefe ist im Rahmen des Zwischenseminars der Freiwilligen aus den katholischen Auslandsgemeinden entstanden. Vom 13. bis zum 17. Januar 2016 verbrachten wir sechs Jugendlichen zusammen mit Pfarrer Ottmar Breitenhuber, der Religionspädagogin Agnes Breitenhuber und einer Vertretung des Katholischen Auslandssekretariats in Bonn, Frau Andrea Kreuter, im Besinnungshaus Casa Felip Neri in Barcelona ein verlängertes Wochenende.

Am Mittwochabend bildete sich in einer Kennenlernrunde mit verschiedenen Spielen schnell ein sehr guter Gruppenzusammenhalt und großes Vertrauen. Den ersten Teil des Briefes an uns selbst schrieben wir dann Donnerstag vormittag. Wir sollten uns an unsere Gefühle am Tag vor der Abreise aus Deutschland zurückerinnern und unsere Erwartungen und Ängste in einer fiktiven E-Mail an unsere besten Freunde schriftlich festhalten. Nach dem Mittagessen machten wir uns dann auf in die Stadt, um das Zentrum zu besichtigen. Ergänzt wurde das Ganze durch eine interessante Führung der anderen Art. „Hidden Guides Street Life“ bringt einem die Stadt von einer eher unbekannten Seite näher. Juan, ein ehemals Obdachloser, führte uns zu verschiedenen Armenspeisungen und anderen sozialen Einrichtungen, erzählte aber auch mit beeindruckender Offenheit von seinem eigenen Schicksal. Nach der Führung gab es im Chiringuito de Dios, einer Suppenküche im Stadtteil Raval, Tapas, denn die spanische Küchenkultur darf natürlich nicht fehlen. Am Freitag ging es in der nächsten thematischen Einheit um unsere momentane Situation. Jeder von uns stellte mit einer kurzen PowerPoint oder ein paar Fotos seine Stadt und Stelle vor und beantwortete den Anderen Fragen zu seinem Aufgabenbereich. Wir sprachen über Probleme und Schwierigkeiten, tauschten Erfahrungen aus und suchten gemeinsam Lösungsmöglichkeiten. Schließlich ging es auf zu Barcelonas wohl bekanntestem Bauwerk, für „Kirchenleute“ wie uns ein Muss: die Sagrada Familia von Antoni Gaudí. Der dortige Pfarrer, Mossen Lluís Bonet, erklärte uns viele verschiedene Aspekte der Basilika und machte uns auf viele Beispiele der Naturverbundenheit Gaudís aufmerksam. Nach der Besichtigung gingen wir in die Capella d’en Marcús, um gemeinsam an der Taize-Andacht der Deutschen Gemeinde teilzunehmen. Am nächsten Tag unternahmen die Referenten mit uns eine Outdoor-Einheit auf dem Montjuïc, dem Hausberg Barcelonas. Im Olympiastadion schrieben wir uns wieder einen Brief, der uns bezüglich unserer Ziele für den Rest des Jahres motivieren soll. Am Mirador“, von dem aus wir den schönen Ausblick auf Barcelona und das Meer genossen, sprachen wir über unseren Ausblick auf die eigene Zukunft nach dem ADiA-Jahr. Dabei stellten wir fest, dass von Auslandsstudium bis Ausbildung sämtliche Berufsperspektiven bei uns vertreten sind. Abends nach der Reflexionsrunde wollten wir bei einem Paella-Abend (hervorragend gekocht von Lourdes, der guten Seele der Gemeinde) mit Musizieren und gemütlichem Beisammensein nochmal die gemeinsame Zeit genießen, Spaß miteinander haben und nicht an den Abschied denken.  Den Abschluss fand unser Treffen am Sonntag im Gottesdienst mit der Gemeinde. Nach dem anschließenden Kirchencafé brachen alle wieder in „ihre“ Städte auf, warten dort nun auf ihre Post und hoffen auf ein baldiges Wiedersehen.

Verabschiedung von Benedikt Breitenhuber

Benedikt Breitenhuber

 

So, der Umzug in die neuen Räume ist geschafft, und auch sonst sind alle Aufgaben erledigt.  Die Koffer sind gepackt und schon bald geht es zurück nach Hause ins schöne Bayern. Der Abschied aus Barcelona fällt mir dennoch nicht leicht: Einerseits natürlich wegen der schönen Stadt, dem guten Wetter und der netten Leute, die ich sehr vermissen werde. Andererseits auch wegen der Gemeinde, in der ich mich vom ersten Tag an wohlgefühlt habe. Vor allem die wöchentlichen Kirchencafes und die damit verbundenen Begegnungen und Gespräche werden mir sehr fehlen. In diesem Sinne, ein herzliches Vergelt´s Gott an euch, dass ihr mich so gut aufgenommen habt, und es war sicher nicht das letzte Mal, dass wir uns gesehen haben (muss mir die neuen Räume ja anschauen, wenn sie ganz fertig sind). Also, Servus und bis bald.

 

Euer Benedikt

 

Auch wir als Gemeinde bedanken uns ganz herzlich bei Benedikt, dass er ein Jahr als Freiwilliger bei uns war. Mit seiner ruhigen und sympathischen Art hat er unsere Gemeinde in vielen Bereichen unterstützt und bereichert. Wir wünschen ihm für seinen nächsten Lebensabschnitt alles Gute und Gottes Segen. Hasta pronto.

 

Ottmar Breitenhuber

Freiwillige von Auslandsgemeinden in Barcelona 2015

31.01.2015

Sieben Freiwillige, die den "Bundesfreiwilligendienst" (früher Zivi) in deutschsprachigen katholischen Gemeinden Europas ausüben, befinden sich gerade zu einem Seminar in Barcelona. Nach ungefähr der Hälfte ihres Freiwilligenjahres hat sie das Katholische Auslandssekretariat in das Besinnungshaus "Casa Sant Felip Neri" eingeladen, damit sie Gelegenheit haben ihren Dienst und ihr Leben in den Auslandsgemeinden zu reflektieren. Natürlich nützen sie auch die Tage, um Barcelona kennen zu lernen. So wurde ihnen die gotische Innenstadt von Juan, einem ehemaligen Obdachlosen gezeigt. Nach der Führung gab es typische Tapas im Chiringuito de Dios. Außerdem stand natürlich

auch die Sagrada Familia auf dem Programm.

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